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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

BGM vs. BGF; was ist der Unterschied?

Mal einige Yogakurse oder ein Wellbeing-Webinar für seine Mitarbeitenden organisieren … aber welche Strategie steckt dahinter? Genau hier liegt die häufigste Verwechslung im HR-Alltag:

BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung) beschreibt konkrete Maßnahmen: einen Rückenkurs, einen Gesundheitstag, ein Onlineangebot. BGM ist das Dachkonzept: Es verbindet Maßnahmen mit einem Managementprozess aus Analyse, Zielen, Umsetzung und Erfolgskontrolle.

Die 3 Säulen des BGM

 

Arbeits- und Gesundheitsschutz (AUG) → Pflicht ✅

Typische Maßnahmen:
Gefährdungsbeurteilung, ergonomische Arbeitsplätze, Erste-Hilfe-Kurse, Sicherheitsbeauftragte, Unterweisungen, u.v.m.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) → Pflicht ✅

Typische Maßnahmen: Rückkehrgespräche nach langer Krankheit, stufenweise Wiedereingliederung, Arbeitsplatzanpassung, externe Beratung

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) → ❌ Freiwillig

Typische Maßnahmen: Firmenfitness, Stressmanagement-Trainings, Ernährungsberatung, Gesundheitstage, Achtsamkeitskurse, Präventionskurse

Wichtig: BGF ist für dich als Arbeitgeber freiwillig, aber deine gesetzliche Krankenkasse ist nach § 20b SGB V verpflichtet, BGF-Maßnahmen aktiv zu fördern und mitzufinanzieren. Das Geld liegt auf dem Tisch, du musst es nur abholen.

 

Wie die Kreissparkasse Waiblingen BGM mit Wellpass betriebliches Gesundheitsmanagement umgesetzt hat

Das Problem Die Kreissparkasse Waiblingen beschäftigt rund 1.300 Mitarbeitende, die verteilt auf Büro, Filialen und dezentrale Standorte arbeiten. Das bestehende Angebot aus Betriebssportgruppen erreichte nicht alle: wer nicht am richtigen Ort zur richtigen Zeit war, blieb außen vor.

Die Lösung Mit Wellpass ist das BGM-Angebot zu einem flexiblen, standortunabhängigen Baustein geworden. Mitarbeitende wählen selbst, was zu ihren Bedürfnissen passt: vom klassischen Fitnessstudio bis zu Yoga und Meditation.

→ Den vollständigen Business Case lesen

BGM-Maßnahmen: Was wirklich funktioniert

BGM beginnt nicht mit einem großen Konzept. Es beginnt damit, die dringendsten Gesundheitsprobleme deiner Belegschaft zu kennen und mit einer Maßnahme anzufangen, die sofort wirkt.

Wird dein Unternehmen mit einer oder mehreren der folgenden Herausforderungen konfrontiert? So kann Wellpass helfen:

Hohe Fehlzeiten

Zugang zu tausenden Sport- und Wellnesspartnern deutschlandweit, online und vor Ort ohne Bindung an ein Studio.

Psychische Belastung und Burnout

Hunderte Meditationskurse, Atemübungen und Präventionskurse, jederzeit abrufbar, ohne Termin und Anmeldung. Wellpass bietet hunderte Meditationskurse, Atemübungen und Achtsamkeitspraktiken sowie Präventionskurse zu Stressbewältigung und Resilienz.

Ergonomische Beschwerden & Schichtbelastung

Rücken- und Mobilitätskurse online abrufbar, auch nach der Schicht oder von zu Hause Soziale Gesundheit ist die am häufigsten vergessene Dimension. Dabei entsteht Bindung oft genau dort: beim gemeinsamen Sport, in der Laufgruppe, beim Boulderkurs jeden Dienstag.

Präsentismus

Regelmäßige Bewegung und aktive Erholung verbessern Fokus und Energie

BGF schwer kommunizierbar im Recruiting

Wellpass als konkretes, sichtbares Benefit direkt in Stellenanzeigen und Onboarding kommunizierbar.

BGM messen: KPIs und Erfolgsfaktoren

„BGM ist kurzfristig eine Investition, langfristig hat es aber einen hohen ROI und zahlt darüber hinaus auf die Arbeitgeberattraktivität ein." 

Prof. Dr. Volker Nürnberg (The Future Fit Employer 2, EGYM Wellpass 2026)

Der PDCA-Zyklus als Rahmen

Die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt den PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) als praxisnahes Steuerungsmodell für BGM. Er funktioniert so:

  • Plan: Analyse der aktuellen Gesundheitslage, Ziele definieren, Maßnahmen planen
  • Do: Maßnahmen einführen und kommunizieren
  • Check: Wirkung messen, KPIs auswerten
  • Act: Maßnahmen anpassen, erfolgreiche Ansätze verstetigen

Ausschlaggebend ist es, den “Check”-Schritt zu berücksichtigen, was oft in den meisten Unternehmen der Fall ist.

BGM-Erfolgsindikatoren im Überblick

Indikator

Wie

Wie oft

Wichtige Signale 🚨

AU-Tage

Fehlzeiten-Auswertung HR-System

Quartalsweise

Branchen-Benchmark: DAK-Schnitt 19,7 Tage/Jahr (2024)

Work Ability Index (WAI)

Standardisierter Fragebogen (7 Dimensionen)

Jährlich

Werte unter 37 gelten als kritisch

Stress-Score

Anonyme Pulsbefragung

Quartalsweise

Sinkende Werte nach BGF-Einführung = Wirksamkeitsbeleg

eNPS

Kurzumfrage (0 bis 10)

Halbjährlich

Entwicklung vor und nach BGM-Einführung vergleichen

💡 Tipp: Starte mit einer Baseline-Messung vor der Einführung. Wer AU-Tage und eNPS heute kennt, kann in 12 Monaten die Wirkung seines BGMs konkret gegenüber der Geschäftsführung belegen.

Wie du BGM steuerlich absetzen kannst

BGM ist keine Geldvernichtungsmaschine, sondern bringt langfristigen ROI. Der Staat und die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen Arbeitgeber mit drei konkreten Instrumenten.

Step by Step Guide

BGF-Freibetrag: 600 € pro Mitarbeitende:r und Jahr

Nach § 3 Nr. 34 EStG können Arbeitgeber zertifizierte Gesundheitsmaßnahmen bis zu 600 € pro Person und Jahr steuerfrei finanzieren. Das gilt für Maßnahmen, die die vier GKV-Handlungsfelder abdecken: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtprävention.

Sachbezug: 50 €/Monat steuerfrei

Eine Wellpass-Mitgliedschaft kann in den meisten Fällen als steuerfreier Sachbezug bis zu 50 € netto pro Monat eingesetzt werden, ohne Lohnsteuer und Sozialabgaben. Das entspricht bis zu 600 € Nettovorteil pro Mitarbeitende:r und Jahr, ohne entsprechend höhere Lohnkosten.

⚠️ Sachbezug und BGF-Freibetrag schließen sich aus: es kann nur eines von beiden pro Maßnahme genutzt werden. Für deine individuelle steuerliche Situation empfehlen wir, einen Steuerberater hinzuzuziehen.

GKV-Beteiligung nach § 20b SGB V

Gesetzliche Krankenkassen sind nach § 20b SGB V verpflichtet, BGF-Maßnahmen in Betrieben aktiv zu fördern und mitzufinanzieren. Du kannst deine Krankenkasse direkt ansprechen und Unterstützung beantragen.

Praktisches Rechenbeispiel

Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden, Wellpass als Sachbezug (30 €/Monat Arbeitgeberzuschuss):

  • Monatliche Brutto-Investition: 3.000 €
  • Steuer- und Sozialabgabenersparnis durch Sachbezug: ca. 30–40 % je nach Steuerklasse
  • Jährliche Nettoinvestition: ca. 21.000–24.000 €

FAQ: Betriebliches Gesundheitsmanagement

    BGM setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:

    • Arbeits- und Gesundheitsschutz (AUG): Sichere Arbeitsbedingungen, Gefährdungsbeurteilung, Unfallverhütung → gesetzliche Pflicht
    • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Wiedereingliederung nach langer Krankheit → gesetzliche Pflicht
    • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Sport, Stressbewältigung, Prävention, Firmenfitness → freiwillig für Arbeitgeber, steuerlich gefördert, und Pflicht für gesetzliche Krankenkassen nach § 20b SGB V

    BGM muss nicht groß starten. Für KMU empfiehlt sich ein schrittweiser Aufbau:

    • Schritt 1: Bestandsaufnahme: welche Gesundheitsbelastungen gibt es in deinem Unternehmen?
    • Schritt 2: Eine konkrete Maßnahme einführen, die sofort wirkt, z.B. Firmenfitness über Wellpass als steuerfreien Sachbezug
    • Schritt 3: KPIs definieren und Baseline messen (AU-Tage, Nutzungsrate, eNPS)
    • Schritt 4: Maßnahme kommunizieren, intern und im Recruiting

    Deine gesetzliche Krankenkasse ist verpflichtet, dich dabei zu beraten und mitzufinanzieren. (§ 20b SGB V)

     Ja, über zwei Instrumente:

    • BGF-Freibetrag: Bis zu 600 € pro Mitarbeitende:r und Jahr für zertifizierte Gesundheitsmaßnahmen, steuerfrei nach § 3 Nr. 34 EStG
    • Sachbezug: Bis zu 50 €/Monat netto steuerfrei, z.B. für eine Wellpass-Mitgliedschaft

    Wichtig: Beide Instrumente schließen sich pro Maßnahme gegenseitig aus. Zusätzlich können gesetzliche Krankenkassen BGF-Maßnahmen mitfinanzieren. Für deine individuelle Situation empfehlen wir, einen Steuerberater hinzuzuziehen.

    Eine gesetzliche Zertifizierungspflicht für BGM gibt es in Deutschland nicht. Es existieren jedoch anerkannte Normen und Qualitätsrahmen:

    • DIN ISO 45001: Internationaler Standard für Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit hat die frühere DIN SPEC 91020 abgelöst
    • GKV-Leitfaden Prävention: Zertifizierung einzelner BGF-Maßnahmen durch gesetzliche Krankenkassen, Voraussetzung für steuerliche Förderung nach § 3 Nr. 34 EStG
    • DGUV: Berufsgenossenschaften bieten Beratung und Unterstützung bei der BGM-Einführung

    Eine Zertifizierung ist kein Pflichtschritt, aber ein starkes Signal für Mitarbeitende und Bewerber:innen

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